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zuletzt aktualisiert am 09.01.2007


 
 
 
 
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 Brühlsche Terrasse
Vom Schlossplatz führt die von der Skulpturengruppe "Die vier Tageszeiten" von Johannes Schilling gezierte Freitreppe auf die Brühlsche Terrasse, die sich über dem Elbufer auf den Resten der Dresdner Festungsanlagen erstreckt. Die verdankt ihren Namen dem sächsischen Minister Graf Heinrich von Brühl (1700 - 1763), der das Gelände zum Geschenk erhielt und es in einen privaten Lustgarten umwandelte. Nachdem dieser 1814 öffentlich gemacht wurde, avancierte er bald zur beliebten Flaniermeile mit berühmten Cafés und erhielt den Namen "Balkon Europas" - auch heute noch berechtigt, wenn man hier einen Kaffee genießt. Von der Terrasse führt eine Treppe hinab zum Zugang zu den wieder freigelegten, im 16. Jahrhundert entstandenen Kasematten.
 

" . . . Auf der Brühlschen Terrasse - dem Balkon Europas - nahmen viele Abschied, und viele erkannten sich wieder. Hier saß Turgenjews "Onkel" aus dem Roman "Väter und Söhne" - Erinnerst Du Dich? - und er ließ die Sonne auf seine gepflegten Hände scheinen, die zu leben verpasst hatten; und es blickte von hier Caspar David Friedrich oft durch das nächtige Schneetreiben auf den Strom, wo sich das Eis knirschend aneinanderstieß.
Es lehnen Alte und Verliebte heute wie immer eng beisammen an den Geländern und schauen auf die Brücke, die aus der Neustadt herüberschwingt, und auf das Ufer, wo schon die letzten Schiffe landen, und wissen doch lange nicht mehr, was sie sehen. Gute Nacht, möchte ich ihnen zurufen, wenn ich vorübergehe, gute Nacht, ihr lieben Leute alle!"

Martin Raschke (1935) aus seinem Brief an einen lieben Freund

Ständehaus und Hofkirche Blick zur Augustusbrücke Schloss, Hofkirche und Semperoper
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Brühlscher Garten Brühlscher Garten, einst Standort des Belvedere Augustusbrücke
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Freitreppe am Schlossplatz Finanzministerium und Staatskanzlei Sekondogenitur
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Eingang der Sekondogenitur Vier Tageszeiten (Figuren von Johann Schilling) am Aufgang zur Terrasse
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    Sonnenuntergang
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Kunstakademie Sonnenuntergang Blick von der Terrasse zum Schlossplatz mit Hofkirche und Georgentor
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Rietscheldenkmal Sekondogenitur mit Ständehaus Rietscheldenkmal
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" . . . Heute lag ich auf der Brühlschen Terrasse, ich hatte ein Buch mitgenommen, darin zu lesen, aber ich war zerstreut und legte es weg. Ich blickte von dem hohen Ufer herab über das herrliche Elbtal, es lag wie ein Gemälde von Claude Lorrain unter meinen Füßen - es schien mir wie eine Landschaft auf einem Teppich gestickt, grüne Fluren, Dörfer, ein breiter Strom, der sich schnell wendet, Dresden zu küssen, und hat er es geküsst, schnell wieder flieht -, und der prächtigste Kranz von Bergen, der den Teppich wie eine Arabeskenborde umschließt - und der reine blaue italienische Himmel, der über die ganze Gegend schwebte -, mich dünkte, als schmeckte süß die Luft, holde Gerüche streuten mir die Fruchtbäume zu, und überall Knospen und Blüten. die ganze Natur sah aus wie ein 15jähriges Mädchen."

Heinrich von Kleist (in einem Brief an seine Braut vom 4. Mai 1801)

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© Thomas Uhlig / www.dresden-bilder.de