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zuletzt aktualisiert am 09.01.2007



 
 
 
 
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 Buchmuseum der sächs. Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek

Öffnungszeiten

Mittwoch 16 Uhr, Samstag 14 Uhr
Terminvereinbarungen mit Gruppen möglich

Informationen

(03 51) 4677-580
(03 51) 4677-701
museum@slub-dresden.de
www.slub-dresden.de


Geschichte
Um 1556 begann Kurfürst August von Sachsen intensiv Bücher zu sammeln. Dabei standen antiquarische Erwerbungen oder die Anschaffung von Kuriositäten zunächst nicht im Mittelpunkt seines Interesses. Vielmehr ging es ihm, dem Renaissancefürsten, um universelle Bildung. Eine Gelehrtenbibliothek ward zusammengetragen, die gleichzeitig der Unterrichtung der Prinzen diente. Natürlich kam dem Geist jener Zeit entsprechend, das Streben nach äußerlicher Schönheit und Repräsentation nicht zu kurz: der nach Dresden gerufene Buchbinder Jakob Krause schuf für die kurfürstliche Bibliothek wertvolle Kalbsledereinbände mit Goldprägung und reich verziertem Schnitt, die wohl als die schönsten der Renaissance in Deutschland gelten können.
Augusts Nachfolger ließen außer aktueller Literatur auch Handschriften und frühe, prächtig illuminierte Drucke erwerben. Einzelne Prachtwerke kamen als Geschenke ins Haus. Der Ankauf ganzer Sammlungen, darunter im 18. Jahrhundert die Bibliotheken der Grafen Bünau und Brühl mit insgesamt mehr als 100.000 Bänden, ließ die kurfürstlich - sächsische Bibliothek zu einer der größten und berühmtesten Europas werden. Wer nach Dresden reiste (und sich für gebildet hielt) musste sie gesehen haben. Einzelne Stücke wurden so oft betrachtet und dabei zur Hand genommen, dass sie darunter litten. Schon 1835 sah man sich deshalb veranlasst, die wertvollsten und begehrtesten im Manuskripten-Zimmer unter Glasstürzen zu zeigen. Seinem wertvollen Inhalt, den Kostbarkeiten - auch Zimelien genannt - entsprechend, erhielt dieser Raum bald die Bezeichnung Zimelienzimmer.
Das rasche Anwachsen der Bibliothek hatte mehrere Standortwechsel zur Folge. Zunächst im Dresdener Schloss untergebracht, wechselte sie 1728 in den Zwinger und 1786 in das Japanische Palais, wo sie bis 1945 unter guten Bedingungen benutzbar war - seit 1788 öffentlich. 1935 wurde in diesem repräsentativen Bauwerk das Buchmuseum mit einer Dauerausstellung und thematischen Wechselausstellungen eingerichtet.
Nachdem 1945 das Japanische Palais schwer zerstört worden und großer kriegsbedingter Verlust im Bibliotheksbestand entstanden war, fand die Sammlung 1947 in einer Kaserne auf der Marienallee eine 'provisorische' Bleibe, in der sie bis 2002 ihr Domizil hatte. Dort wurde 1952 das Buchmuseum wiedereröffnet und zwischenzeitlich mehrfach umgestaltet.
Seit 1993 standen zwei Räume für Sonderausstellungen zur Verfügung. Sie bildeten zusammen mit dem Zimelienzimmer das Buchmuseum der SLUB.
Als kurfürstliche Liberey gegründet, wechselte die Sammlung mit den politischen Verhältnissen im Land mehrfach Status und Namen. 1806 wurde sie Königliche Öffentliche Bibliothek. Mit der Revolution 1918 ging sie in Landeseigentum über.
Im Januar 1996 begann wiederum ein neues Kapitel ihrer über 440-jährigen Geschichte. Mit der Bibliothek der Technischen Universität fusioniert, entstand aus beiden Sammlungen die Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbilbiothek Dresden (SLUB).
Die damalige Ausstellung im Zimelienzimmer widerspiegelte diese neue Situation in der Auswahl ihrer Exponate noch nicht. Vielmehr war es die Absicht, jene Wurzel der Bibliothek vorzustellen, die in ihrer Geschichte untrennbar mit der Geschichte Sachsens verbunden ist, und dies anhand prächtiger Werke der Buchkunst aus sieben Jahrhunderten zu belegen.
Mit dem Umzug der SLUB in den Neubau erhielt das Buchmuseum erstmals in seiner Geschichte repräsentative Räume, die von Anfang an für museale Nutzung konzipiert waren. Dabei wird die Kombination von Dauer- und Wechselausstellung beibehalten werden.

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© Thomas Uhlig / www.dresden-bilder.de