Dresden
Altstadt
Neustadt
Frauenkirche
Neumarkt
Silhouette
Aussichten
Schlösser
Stadtteile
Brücken
Denkmäler
Kirchen & Friedhöfe
Parks & Gärten
Verkehr
Museen
Bühnen
Luftbilder
Sachsen
Elbland
Erzgebirge
Burgen- & Heideland
Lausitz
Sächsische Schweiz
Service
Links
Kontakt
Bildbestellung
Quicklinks
Dresden-Lexikon
Dresden-Reiseführer
Dresdner Stadtteile

 
 

zuletzt aktualisiert am 09.01.2007


 
 
 
 
  Startseite Inhalt Kontakt Impressum
   
 Festspielhaus Hellerau

Informationen

(03 51) 88 33 700
(03 51) 88 33 703
karten@festspielhaus-hellerau.com  
www.festspielhaus-hellerau.com
Lage im Stadtplan


Geschichte
1911/12
Das Festspielhaus wird als Tanz- und Rhythmikschule erbaut. Der Entwurf stammt vom Architekten Heinrich Tessenow, der die Visionen vom schweizer Theatertheoretiker und Bühnenbildner Adolphe Appia und Emile-Jaques Dalcroze, dem Rhythmikpädagogen, in ein Raumgefüge umsetzt, das durch seine Klarheit und funktionale Bauweise richtungsweisend für die Moderne wird. Initiator ist Wolf Dohrn, ein enger Mitarbeit Karl Schmidt´s, des Begründers der ersten deutschen Gartenstadt Hellerau. 

1914-1920 Emile Jaquez-Dalcroze kehrt nach Genf zurück. Wolf Dohrn stirbt bei einem Skiunfall. Die Glanzzeit geht zu Ende. Verschiedene Pädagogen versuchen die Idee Dalcroze weiterzuführen. 

1925-1938 Die Tanz- und Rhythmikschule zieht um nach Wien-Laxenburg. Nutzung für Wohn- und Gewerbezwecke. Es finden sporadische Schauspiel- und Opernaufführungen statt. Der Gebäudekomplex soll Reichs-Opern-Festspielort werden. 

1939-1945 Das Festspielhaus wird als Polizeischule umgebaut. Grobe bauliche Veränderungen zerstören die ursprüngliche Funktionsweise des großen Saals. Die Straße über den Platz wird durch zwei Kasernenflügel verbaut, denen auch die Schülerwohnhäuser weichen müssen. Die Wehrmacht nutzt das Gelände als Kaserne. Der große Saal wird Sporthalle. 

1945-1992 Der bauliche Verfall wird durch die 37-jährige Besatzung der Sowjetarmee nicht aufgehalten. Über dem Yin-Yang-Zeichen prankt ein Sowjetstern. Das Festspielhaus dient als Lazarett, als Sporthalle und als Kaserne für Fallschirmjäger. 

1992 Das Bundesvermögensamt bewacht das Gelände nach dem Abzug der russischen Soldaten. Am 27.9. öffnen sich erstmals nach 57 Jahren die Tore für die Öffentlichkeit. Das Festspielhausgelände wird Eigentum des Freistaates Sachsen. 

1994 Besitzeinweisung durch den Freistaat Sachsen an die "Europäische Werkstatt für Kunst- und Kultur Hellerau e.V." ABM-Kräfte entkernen die Gebäude. Das Dach des großen Saals erhält eine Notsicherung. 

1995 Das Dach des westlichen Flügels wird neu gedeckt. Auf einem Internationalen Symposium "Hellerau Stand Ort Bestimmung" diskutieren Experten Konzepte für die Revitalisierung. Ein Memorandum wird verabschiedet, das im Buch "Entwurf zur Moderne" (Hrsg. Werner Durth) veröffentlicht wird. 

1996 Zwei der vier Pensionshäuser am Platz werden saniert. Das Dach des östlichen Seitenflügels wird saniert. 

1997 Ein städtebaulicher Ideenwettbewerb wird ausgelobt. Der Entwurf der Landschaftsarchitekten Susanne Burger und Stefan Tischer (Berlin) mit Paola Cannavò (Rom) wird als Grundlage für die weiteren Planungen (Flächennutzungsplan) vorgeschlagen. Ihr Beitrag sieht eine künstlerische Nutzung des Geländes vor, wo Stipendiaten arbeiten, ausstellen und vorführen. Vision: "Die europäische Akademie für Stipendiaten und Kulturschaffende in einem großzügigen aber dennoch bescheidenen baulichen Rahmen." 

1997/98 Das Foyer und die beiden Treppenhäuser im Festspielhaus werden nach altem Vorbild rekonstruiert. Das Festspielhaus Hellerau wird in die Liste der 100 schützenswertesten Gebäude der UNESCO aufgenommen. 

1998 Die Festspielhaus Hellerau gGmbH wird von drei Gesellschaftern, der "Europäischen Werkstatt für Kunst und Kultur Hellerau e.V.", der Heinrich-Tessenow-Stiftung und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen gegründet. Sie ist verantwortlich für die Wiederbelebung des Ortes und die bauliche Instandsetzung. 

1999 Ein Realisierungswettbewerb für die Nutzung des Festspielhauses und der seitlichen Nebengebäude wird ausgelobt. Die Freitreppe vor dem Festspielhaus erhält ihre ursprüngliche Form zurück. Im Foyer und den Seitenstudios macht der Einbau einer provisorischen Heizungsanlage den ganzjährigen Spielbetrieb ab dem Winter 2000 möglich. Die Arbeiten zur Sanierung der zwei anderen Pensionshäuser beginnen. 

2000 Am 7. April feiert das Festspielhaus mit großem Bahnhof und in Anwesenheit von Kultur-Staatsminister Meyer das Richtfest. Im Juni sind die Bauarbeiten am Dach des großen Saales abgeschlossen. Der Realisierungswettbewerb wird entschieden. Die Jury empfiehlt, den Entwurf der Münchner Architekten Meier-Scupin & Petzet als Grundlage für die weiteren Planungen.   

 
Nach oben
     
© Thomas Uhlig / www.dresden-bilder.de