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zuletzt aktualisiert am 09.01.2007


 
 
 
 
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 Geschichte der Frauenkirche

Die erste Frauenkirche entstand vermutlich schon im 11. Jahrhundert, damals noch außerhalb der Stadtmauern errichtet vor dem Frauentor. Erst im Jahre 1547 mit der Stadterweiterung wurde die Kirche mit in die Stadt einbezogen.
Die erste urkundliche Erwähnung wird auf das Jahr 1366 datiert. Damals gehörte die Kirche "Zu unser lieben Frauen" zum Bistum Meißen. Es war die einzige katholische Pfarrkirche  von Dresden bis zum Jahre 1539, der Reformation. Die Gemeinde mit Pfarrkirche wurde in eine protestantische Kirche umgewandelt, jedoch blieb der Name ihr erhalten.

 

Die alte Frauenkirche um 1720
(Kupferstich von M. Bodenehr)

   

Im Jahre 1722 erhält der Ratszimmermeister George Bähr den Auftrag vom Rat der Stadt Dresden, Pläne für eine neue Frauenkirche zu zeichnen. Die Stadt segnete schon bald einen Entwurf für die Kirche ab und erteilte die Baugenehmigung. Es kam jedoch zu enormen Verzögerungen, da die Finanzierung nicht aufgebracht werden konnte. Nur nur August dem Starken konnte die Stadt und der Staat den Bau realisieren.
Zwei Jahre später wurden die Pläne mit Hilfe vom Graf Christoph von Wackerbarth und seinem jungen Mitarbeiter Christoph Köffel mit George Bähr überarbeitet. Erst am 26. August 1726 konnte der Grundstein für den Kirchenneubau gelegt werden.

George Bähr wurde unterdessen zum Architekt befördert und musste sich die Bauleitung mit Johann Gottfried Fehre, dem Ratsmaurermeister, teilen. George Bähr wusste bald, das die Vollendung der Frauenkirche sein Lebenswerk sein würde. Vor allem die Steinerne Kuppel mit einem Innendurchmesser von 23,50 m, wollte er unbedingt durchsetzen.

Bis 1732 wuchs die Frauenkirche bis auf die Grundlinien der Kuppel. Nach dem Tode August des Starken 1733 fiel die endgültige Entscheidung auf die Steinerne Kuppel. Es wurde in stillschweigen weitergebaut. Bereits 1733 wurde die innere Kuppelschale aus Sandsteinen gewölbt.

erster Entwurf von George Bähr
1722, Aufriss

 
   

1734 wurde die unfertige Kirche geweiht. Bis 1736 entstand die doppelwandige Kuppelschale aus Sandstein.

George Bähr hatte sein Werk vollbracht und verstarb 1738, ohne die Kirche in Vollendung gesehen zu haben. Am 27. Mai 1743 wurde die steinerne Laterne mit dem Kreuz fertig gestellt. Damit hatte die Frauenkirche ihre endgültige Höhe von 93 m erreicht.

Seit 1733 liefen auch im Kircheninnern die Bauarbeiten. Es wurden 5 Obergeschosse mit Emporen übereinander angeordnet. Der Altar und die Orgel wurden übereinander angeordnet. Die Orgel stammte von dem bekannten Orgelbauer Gottfried Silbermann. Die Kuppelmalereien stammten von dem italienischen Theatermaler Giovanni Babtista Grono.

   

Frauenkirche in Gemälden Canalettos um 1750

     
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© Thomas Uhlig / www.dresden-bilder.de