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zuletzt aktualisiert am 09.01.2007


 
 
 
 
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 Japanisches Palais
Zu den berühmten Bauten der alten sächsischen Haupt- und Residenzstadt gehört seit der Zeit Augusts des Starken das Japanische Palais. Graf Flemming hatte das Stadtschloss 1715 am Neustädter Elbufer von Rudolf Faesch erbauen lassen. Zuerst hieß es das "Holländische Palais ", benannt nach seinem ersten Mieter, dem holländischen Gesandten van Craneberg.

Im Jahre 1717 erwarb August der Starke das "Alt Dresdener Haus" (wie er es nannte), um zur Hochzeit seines Sohnes 1719 der erwarteten, riesigen Gästeschar attraktiven Raum bieten zu können. Das imposant an der Eibe gelegene Haus schien ihm dafür wie geschaffen.

Im Anschluss an das Fest wurde an der repräsentativen Ausstattung des Hauses weiter gearbeitet; es nahm nun Teile der königlichen Sammlung auf. "Esquelleten, annatomics, naturalia, mineralia, vegetas, asquatik, modelles, laboratoir, antiken, medalgen, etampes, geografics, curiositetten, meisterstikes, golt und silberne arbeit, helfenbein, criestal, stenerne vasen, gallanterien, jubelen, preciosen" umfassten diese nach einer Beschreibung August des Starken. Der vor dem Haus gelegene Palaisplatz wurde 1722/23 angelegt. Er nimmt direkt Bezug auf die von Pöppelmann konzipierte Königstraße mit ihrer berühmten Lindenallee.

Erst 1727/28 wurde das Haus zu einer schlossartigen Vierflügelanlage um- und ausgebaut. Der Vierflügelbau hatte sich zwischenzeitlich zur idealen, eindrucksvollem Bauform der Barockzeit entwickelt. Der Umbau und die damit verbundene Erweiterung entstanden in enger Zusammenarbeit von Pöppelmann (Oberbauleitung), Longuelune (zahlreiche Entwürfe) und Knöffel, zu denen de Bodt 1728 als vierter Baumeister hinzustieß. Die Fertigstellung nahm mehrere Jahre in Anspruch, bis 1731 schließlich der Elbflügel als letzte Seite des Stadtschlosses von Longuelune gestaltet wurde. Von Pöppelmann stammen die Entwürfe für die Gestaltung der Treppe sowie der Fassaden für den großen Innenhof. Die horizontal im 1. Obergeschoss umlaufende, hervorragende Galerie wird von 24 Chinesenhermen gestützt und erschließt als innerer Umgang das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss.

Die platzseitige Gestaltung des Gebäudes mit vorgezogener Eingangshalle, die durch drei Rundbögen und eingestellte Säulen gegliedert ist, geht direkt auf de Bodt zurück. Den Mittelrisalith bekrönt ein Dreiecksgiebel. Er zeigt im Halbrelief die porzellanherstellenden Völker, die der Saxonia huldigen.
Heute befindet sich im Japanischen Palais das Landesmuseum für Vorgeschichte.
     
Elbseite des Japanischen Palais Detail im Innenhof Elbseite
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Elbflügel vom Innenhof gesehen Innenhof Detail im Innenhof
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Brunnen im Innenhof Westseite Detail an der Außenfront
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© Thomas Uhlig / www.dresden-bilder.de