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Unweit von Nossen befindet sich der Klosterpark
Altzella. Gegründet wurde das Kloster 1175 und erhielt von
dem Markgrafen von Meißen 275 Quadratkilometer Grund und Boden. Das
Kloster gehörte lange Zeit zu den größten und reichsten Klöstern in
ganz Deutschland. Es existierte schon damals eine bedeutende
Bibliothek, 1506 umfasste der Bibliothekssaal ca. 960
wissenschaftliche Werke.
Mit der Reformation in Sachsen endete das Klosterleben von Altzella.
Die Bücher der Bibliothek gingen an die Universität in Leipzig. Die
Klosteranlage wurde in den nächsten Jahren zerstört. Die Steine
wurden für das Nossener Schloss und die Kirche in Nossen verwendet.
Der Klosterpark entstand um 1800, es wurden die Ruinen in die
Gestaltung des Parkes einbezogen. Von 1787 bis 1804 wurde die
Erbbegräbnisstätte der Wettiner zum klassizistischen Mausoleum
umgebaut. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Kloster als
Volkseigenes Gut bis 1990 genutzt. Seit 1990 erfolgten zahlreiche
Sanierungsarbeiten des alten Klosters. Heute findet der Besucher
zahlreiche Gebäude und Ruinen aus der Klosterzeit. |