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Geschichte
Das Kraszewski-Museum in der Äußeren Neustadt erinnert an
eine der bedeutendsten Persönlichkeiten Polens im 19. Jahrhundert: Józef
Ignacy Kraszewski (1812-1887). Kraszewski gehörte zu jenen Intellektuellen,
die das unter Zarenherrschaft stehende Polen aus politischen Gründen
verlassen mussten. Wie viele seiner Zeitgenossen wählte er die Residenzstadt
des damaligen Königsreiches Sachsen als Emigrationsort. Im Haus an der
Nordstraße 28 (damals 27) lebend, entwickelte er eine rege
wissenschaftliche, politische und vor allem literarische Tätigkeit. So
entstanden u. a. die bekannten Werke seines Romanzyklus wie „Gräfin Cosel",
„Brühl", „Aus dem Siebenjährigen Krieg", die ihn als profunden Kenner der
sächsischen und polnischen Geschichte ausweisen.
Diese einmalige Einrichtung in Deutschland ist
mittlerweile
zu einem lebendigen Ort deutsch-polnischer Begegnungen geworden. Neben einer
ständigen Ausstellung aus der sächsisch-polnischen Geschichte bietet das
Museum auch Sonderausstellungen aus dem Leben in der Republik Polen
in der Gegenwart an. Zum Programm gehören Lesungen, Vorträge und Konzerte, die entsprechend der Jahreszeit auch
im Garten stattfinden können. Außerdem verfügt das Haus über eine kleine
Bibliothek mit Lesecafé, wo man sich über Aktuelles aus Polen informieren
kann. |