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Inmitten des Landschaftsschutzgebietes der
Moritzburger Teiche liegt 14 km nördlich von Dresden Jagdschloss Moritzburg.
In seiner heutigen Form entstand es unter August dem Starken in den Jahren
1723 - 1736 nach Plänen von Zacharias Longuelune, Matthäus Daniel Pöppelmann
und Jean de Bodt. Die Räume im ersten Obergeschoss zeigen als Barockmuseum
auserlesenes Kunsthandwerk des 16. - 18. Jahrhunderts, Möbel, Öfen, Gemälde
und Tapeten. Die beiden eindrucksvollsten Säle sind er Monströsensaal, der
den Namen den 39 dort aufgehängten, missgeformten Geweihen verdankt, und der
Speisesaal, in dem das angeblich stärkste Rothirschgeweih der Welt hängt.
In den unteren Schlossräumen ist zu Ehren von Käthe Kollwitz (1867-1945),
die die letzten Jahre ihres Lebens in Moritzburg verbrachte, eine
Gedenkstätte eingerichtet; ihre Wohnung im Rüdenhof ist ebenfalls
Gedenkstätte.
An der Nordseite des Schlosses schließt sich der kleine Schlosspark an.
Wesentlich ausgedehnter ist der Waldpark mit Wildgehege, durch den man in
östlicher Richtung zum Fasanenschlösschen (1769-1782) gelangt, das eine
Ausstellung über die heimische Vogelwelt beherbergt. Vom Schlösschen blickt
man hinab zum kleinen Hafen am See. Leuchtturm und Mole ließ, wie das
Schlösschen, Friedrich August II. zum Vergnügen der Hofgesellschaft anlegen.
Fast alle Moritzburger Teiche wurden künstlich angelegt, um darin Karpfen
für des Fürsten Tafel zu züchten. Der alljährlich Ende Oktober stattfindende
Moritzburger Fischzug ist ein Ereignis, das man nicht versäumen sollte,
weilt man gerade in Dresden.
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