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Wo sich Westlausitz und
Oberlausitz begegnen, liegt in reizvoller Landschaft das Barockschloss
Rammenau. Es wurde 1717 von Ernst Ferdinand von Knoch, dem
Kammerherrn bei Auguste dem Starken von der Familie von Seydewitz gekauft.
Knoch begann 1721 mit dem Neubau des Schloss und Gartens im Stile des
Barock. Die Planung wurde wahrscheinlich von Johann Christoph Knöffel
durchgeführt. Nachdem 1737 die Anlage fertig war, musste Ernst Ferdinand von
Knoch 1744 aus Rammenau fliehen. Er hatte sich mit dem Schloss und den hohen
Baukosten verschuldet. Das unfertige Schloss wurde anschließend an die
Familie von Hoffmann versteigert, die den Bau vollendeten. Die Familie von
Hoffmann wurde 1778 in den Adelsstand von Reichsgrafen erhoben und nennt
sich von da an "von Hoffmannsegg". 1794 verkauft Johann Centurius von
Hoffmannsegg das Schloss für 100.000 Taler an seinen Schwager Friedrich von
Kleist. Er nimmt einige Änderungen am Schloss vorallem die Gestaltung der
Innenräume im Stile des Klassizismus vor. Kurz vor dem Tode von Friedrich
von Kleist kaufte Johannn Centurius Graf von Hoffmannsegg das Schloss für
66.000 Taler zurück. 1879 verkauft die Familie Hoffmannsegg das
Schloss an Hans Curt Christoph Ernst von Posern, dem Königlichen Kammern und
Klostervogt in Marienstern. 1914 übernimmt die Tochter der Familie von
Posern das Schloss. Nach dem zweiten Weltkrieg besetzt die Rote Armee das
Schloss und enteignet Alexandra von Helldorf (geb. von Posern). Erst 1967
eröffnete im Schloss ein Museum mit einer Fichte - Ausstellung. 1993 geht
Rammenau in den Besitz des Freistaates Sachsens über und wird ein
Staatlicher Schlossbetrieb.
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