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Im Bildprogramm dieses Landschaftsgartens
verdeutlicht sich der aufklärerische Optimismus jener Zeit, die Menschen
durch gartenkünstlerische Inszenierung in einer ländlichen Natur, zum
Humanismus führen zu können. Anregungen dafür fanden die Brühls besonders in
der Theorie Johann Gottfried Herders (1744 - 1803), mit dem sie, wie mit
vielen anderen Persönlichkeiten des Weimarer Kulturkreises
freundschaftlichen Verkehr pflegten.
Auch später, unter dem Sohn Karl von Brühl (1772 - 1837),
der von 1815 bis 1828 Generalintendant der Berliner Schauspiele war, setzte
sich diese Tradition fort, wenngleich nun private Themen im Vordergrund
standen.
Ein anschauliches Bild, wie sich die Anlage gegen Ende des 18. Jahrhunderts
präsentierte, vermittelt das 1792 von Wilhelm Gottlieb Becker verfasste Buch
"Das Seifersdorfer Thal", das auch vierzig Kupferstiche enthält.
Das Seifersdorfer Tal ist seit jeher ein beliebtes Ausflugsziel für Besucher
aus nah und fern. Trotzdem verfiel der Landschaftsgarten ab Mitte des 19.
Jahrhunderts immer mehr.
Erst der Seifersdorfer Pfarrer und Schriftsteller Karl Josef Friedrich (1888
- 1965) bemühte sich wieder intensiv um die Rettung der Anlage.
Seit 1981 ist der Verein Seifersdorfer Thal e.V. tätig,
der ehrenamtlich die Sanierung und Pflege des Landschaftsgartens übernommen
hat. 1997 wurde die Anlage Eigentum des Landesvereins Sächsischer
Heimatschutz e.V. Seit 1999 konnten durch eine Förderung der Allianz
Umweltstiftung sowie durch Fördermittel des Freistaates Sachsen zahlreiche
Parkarchitekturen restauriert werden. Außerdem finden sich Aktivitäten zum
Schutz und zur nachhaltigen Pflege des wertvollen Naturschutzgebietes statt.
Aktuelle Informationen und eine Parkkarte finden Sie
unter www.tinathal.de
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