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Dobritz wurde erstmals 1378 erwähnt, das Gebiet um
Dobritz, Laubegast und Leuben war schon in der Bronze- und Steinzeit
besiedelt, wie Funde auf dem Geländer der ehemaligen Kiesgrube an der
Salzburger Straße beweisen. Die Besitzer von Dobritz wechselten stetig, so
besaßen die Herren von Bärenstein, von Rottwerndorf und von Borthen Anteile
an dem Dorf.
Im Jahre 1582 erwarb die Adelsfamilie, die auf Schloss
Weesenstein ansässig war, die Erbgerichtsbarkeit von Großdobritz.
Kleindobritz gehörte allerdings bis ins 19. Jahrhundert zum Dresdner
Religionsamt. Erst 1839 schloss sich Großdobritz mit Kleindobritz zu einer
Gemeinde zusammen. Die Dorfbewohner lebten fast ausschließlich von der
Landwirtschaft, dafür zeugen noch heute die Bauernhöfe im Dorfkern. Ende des
19. Jahrhunderts wurde Dobritz ein Arbeiterwohnort, die nahegelegenen
Industrien in Niedersedlitz machten dies möglich. Nach dem ersten Weltkrieg
wurde Dobritz 1921 zu Dresden eingemeindet. Größerer Betrieb war die 1912
gegründete Dresdner Gardinen- und Spitzenmanufaktur AG.
Nach 1945 wurde Dobritz ein Industrievorort, die
Gardinenfabrik wurde Teil der VEB Plauener Spitze und 1991 privatisiert. Der
Dorfkern zerfiel zu DDR Zeiten sehr stark und war für den Abriss vorgesehen,
doch nach der Wende konnten die alten Höfe saniert werden und stehen seit
1990 unter Denkmalschutz. |