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Gittersee wurde erstmals 1349
urkundlich erwähnt und war damals im Privatbesitz von den Gebrüdern Nickel
und Ulrich von Maltitz. Das Dorf lebte von der Landwirtschaft und ab dem 16.
Jahrhundert auch vom Obstanbau. Der Ort wandelte sich ca. 1800 schnell vom
Dorf zur Bergarbeitergemeinde, da bei Gittersee ein Steinkohlevorkommen
entdeckt wurde. Im Jahre 1837 wurde der Gitterseer Steinkohle-Bauverein
gegründet, der drei größere Schachtanlagen betrieb. Zum Abtransport der
Kohle im Revier Burk und Gittersee entstand 1857 die „Windbergbahn“, von der
heute noch ein Museumsbahnhof in Obergittersee existiert. Der Abbau der
Kohle wurde bereits 1861 wieder eingestellt und nach dem zweiten Weltkrieg
wieder aufgenommen.
Nach dem zweiten Weltkrieg, bei dem Teile des Ortes
zerstört wurden erfolgte die Eingemeindung nach Dresden.
Die Bergbauanlagen in Gittersee wurden nach 1990 stillgelegt, vom Bergbau
bleiben nur zwei Fördertürme als Denkmal erhalten.
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