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Die
Bastei ist das älteste und bedeutendste Touristenzentrum im
vorderen Teil der Sächsischen Schweiz. Weltberühmt ist der
Blick über das Elbtal auf die Tafelberge der Sächsischen
Schweiz bis weit in die benachbarten Landschaften. Die
beeindruckende Felsszenerie in der unmittelbaren Umgebung
vermittelt einen hervorragenden Einblick in die Landschaft
und bringt den Besucher in direkten Kontakt mit den Felsen
wie an kaum einer anderen Stelle der Sächsischen Schweiz.
Die Bastei besteht aus der bewaldeten Basteihochfläche (300
m), die durch zahlreiche trockene Felsschluchten
zerschnitten ist. Sie bricht in großartigen Felsfluchten zur
Elbe und in stark aufgelösten Felsriffen zum Amselgrund ab.
Der am weitesten zur Elbe vorspringende schmale Felsrücken
ist die eigentliche Bastei, die auf der vordersten Spitze,
nur 130 m von der Elbe entfernt, aber 190 m über ihr, den
mit einem Eisengeländer versehenen Aussichtspunkt trägt.
Auf der kleinen freien Fläche kurz dahinter entstanden 1812
die ersten "Rindenhütten" mit einfachster Bewirtschaftung,
noch weiter zurückliegend in den Felsen eingebaut 1825 das
erste feste Gasthaus. Nach mehreren Erweiterungsbauten
erfolgte 1975/79 der vollständige Neubau der heutigen
Gaststätte unter Verwendung einheimischen Baumaterials bei
guter Anpassung an die landschaftlichen Bedingungen. Die
Nebenanlagen und Parkplätze erstrecken sich entlang der
Basteistraße bis weit in das Hinterland.
Neben der Hauptaussicht sind für den Touristen folgende
Aussichtspunkte und Objekte besuchenswert: die Terrasse am
Verkaufskiosk vor dem Haupteingang zur Gaststätte mit Blick
in die Vogeltelle, durch die von 1812/1825 der Aufstieg zur
Bastei erfolgte. Vom Weg nach Rathen zweigt noch vor der
Basteibrücke links der Weg zum Ferdinandstein ab. Dieser
Aussichtspunkt mit Rückblick auf die Basteibrücke, die
Steinschleuder und den Lilienstein in der Ferne, befindet
sich inmitten einer Gruppe von Kletterfelsen, von denen der
"Große Wehlturm" direkt über der im Wehlgrund liegenden
Felsenbühne Rathen der bedeutendste ist.
Nach kurzem Abstieg erreicht man die 76 m lange Basteibrücke
über die Mardertelle. Die erste 1825 erbaute hölzerne Brücke
wurde 1851 durch die heute als "Technisches Denkmal"
geschützte steinerne Brücke ersetzt. Inschriften erinnern u.
a. an die beiden Erschließer der Sächsischen Schweiz,
Götzinger und Nicolai. Der massige Felsen neben der Brücke
auf der Elbseite, die "Steinschleuder" mit einer langen
Stufenreihe an der Ostseite, gehörte schon zum
Befestigungssystem der Felsenburg Neurathen. Nach der
anderen Seite beeindrucken der Blick auf die
gegenüberliegenden Kletterfelsen an der Großen und Kleinen
Gans.
Das "Neurathener Felsentor" am östlichen Ende der Brücke
führt direkt zur Felsenburg Neurathen. Sie ist nach
gründlicher Rekonstruktion seit 1984 wieder zur Besichtigung
freigegeben. Ein interessanter Rundgang auf dem ehemaligen
Wehrgang der 1469 zerstörten Burg mit kühnen, heute eisernen
Brückenkonstruktionen berührt die einzelnen Räume und Höfe.
Tafeln erläutern die Objekte, wie Steinkugeln, Inschriften,
die sehenswerte Zisterne u. a. Ausgrabungsfunde sind in
einem Schaukasten an der Bastei-Gaststätte ausgestellt. Als
äußerster Punkt gehört der mit der Blechfigur gekrönte
Kletterfelsen "Mönch" zur Anlage der Felsenburg.
Zwei in die Felsen gehauene Aussichtspunkte auf dem Weg nach
Rathen gewähren ähnliche Blicke in das Elbtal wie von der
Bastei, das Kanapee oberhalb und die Aussicht am Tiedgestein
(Rosenbettfels) unterhalb der großen, gebauten Felsengasse
des Basteiweges nach Rathen. |