Das 1233 urkundlich erwähnte
Pirna geht auf eine Gründung slawischer Sieder schon
im 11. Jahrhundert zurück. Es war verkehrsgünstig an
einer Furt gelegen und entwickelte sich schnell zu
einem bedeutenden Handelsplatz und
Verkehrsknotenpunkt. Pirna liegt am Nordwestrand des
Elbsandsteingebirges, wo die Elbe aus ihrem
canyonartigen Tal in die breite Dresdner
Elbtalweitung zwischen Pirna und Meißen eintritt.
Nördlich der Stadt erheben sich die Hügel der
Lausitzer Platte die südlichen Fluren grenzen an die
Ausläufer des Osterzgebirges. Pirna gilt als Tor zur
Sächsischen Schweiz.
Sehenswertes im Ort
Der Marktplatz präsentiert sich mit einem ganzen Ensemble
sehenswerter Gebäude: das Rathaus von 1555 vereint mehrere
Baustile in sich (gotische Spitzbögen, Renaissancegiebel und
barocken Turm), die Marienkirche mit ihrem massigen Turm und
steilem Dach. Viele Bürgerhäuser am Markt und in der
Altstadt weisen architektonische Kostbarkeiten auf z.B. der
Engelserker am Eckhaus zur Barbiergasse oder der
Schmuckgiebel am Canalettohaus sowie das Gasthaus "Weißer
Schwan" mit Jahreszahl und Hausmarke. die Apotheke "Zum
Löwen" zeigt einen mörserstampfenden Löwen als Hauszeichen.
Schöne Portale und Sitznischen sowie Schlusssteine an
Portalen runden das mittelalterliche Bild ab. Berühmt
geworden ist der Marktplatz durch ein entsprechendes Gemälde
des Malers Canaletto, das um 1750 entstand. Im
Dominikanerkloster aus dem 14./15. Jahrhundert ist das
Stadtmuseum untergebracht, das die Regionalgeschichte
darstellt und die Entwicklung von der Seidenraupenzucht zur
modernen Kunstseidenproduktion zeigt
Die Stadtkirche St. Marien ist als
spätgotische Hallenkirche im 16. Jahrhundert entstanden. Den
65 m hohen Turm ziert ein barocker Helm, das Hauptportal ist
als schön geformter Spitzbogen ausgebildet, über der Tür im
Giebelfeld ist ein gut erhaltenes Radrosettenmaßwerk zu
sehen. Der Erlenpeterbrunnen wird von einer Quelle am
Berghang unter der ehemaligen Festung Sonnenstein gespeist.
In der Oberen Burggasse tragen drei mit Teufelsfiguren
geschmückte Konsolen die schwere Last des Teufelserkers, um
den sich Legenden ranken. Unter der ehemaligen Festung
Sonnenstein mit ihren wuchtigen Bastionen der Plan, ein
kleiner mit niedrigen Häusern bestandener Platz, wo einst
Fischer und Elbschiffer wohnten. In der Schmiedegasse das
Tetzelhaus, aus dem der Ablasshändler Johannes Tetzel
stammt. In der Jacobäerstaße existiert noch eine sächsische
Postdistanzsäule